Die Geschichte in aller Kürze

1962 - 1964
Auf der Schwentinewiese werden acht kreisrunde Teiche angelegt und ein Holzsteg über die Feuchtwiese errichtet. Sumpfzypressen, Judasblattbäume und Flügelnussbäume werden als prägende Gehölze gepflanzt. An der Wiesenpromenade entstehen drei Sonnenterrassen, die von üppigen Staudenflächen umgeben sind. Hier zeigt sich Plomins Kunst, mit großer Pflanzenkenntnis standortgerechte, farbenfrohe Gehölz- und Staudenstrukturen zu schaffen.

1964-1969
Im Anschluss an die Anlage der Kurparkwiese wird der Brahmberg gestaltet. Zusammen mit dem bereits renommierten Architekten Peter Arp werden die Hochbauten der Liegehalle, Musikpavillon und Haus des Kurgastes scheinbar schwebend in das hügelige Gelände integriert. Dabei werden besonders die mehrstämmigen Buchen in das Konzept mit einbezogen.

1969 wird als letzte Baumaßnahme das Haus des Kurgastes eingeweiht. Auf dem Brahmberggelände verwirklicht Karl Plomin seine Idealvorstellung der Pflanzenkombination (hier. "Vegetationsbild 20") unter den vorhandenen Buchen und Eichen. 2500 Rhododendren werden neben Magnolien und Blumenhartriegeln gepflanzt. Ergänzt werden die Gehölze mit Waldstauden und verwildernden Zwiebelgewächsen.
Die Herausforderung
Der 5,6 ha große Kurpark, der nach der Fertigstellung als einer der schönsten Parks Norddeutschlands gerühmt wurde, erlitt 1986 einen gravierenden Verlust: 25 der mehrstämmigen Buchengruppen im Bereich des Brahmberges und des benachbarten Steinbusches mussten wegen Verkehrsicherheit gefällt werden und wurden durch schnell wachsende Ahorne und Amerikanische Eichen ersetzt.

Dadurch veränderte sich die Atmosphäre des Kurparks erheblich. Nach dem Abriss der maroden Holzstege und dem Absterben der großen Bambusbestände im Wiesenbereich und dem schleichenden Verfall der Hochbauten erreicht der Kurpark Ende des zweiten Jahrtausends seinen Tiefpunkt.
Kurpark wird Gartendenkmal
Im 1993 weist das neu eingerichtete Fachreferat der Gartendenkmalpflegebehörde des Landes Schleswig-Holstein auf den Wert des Malenter Kurparks hin. Nicht nur die gärtnerische Anlage des Kurparks, die vom Planten-un-Blomen-Gartenarchitekten Karl Plomin geplant wurde, sondern auch die konsequente 70-er Jahre-Architektur der Hochbauten des Architekten Peter Arp machen die Gesamtanlage bedeutsam. In den folgenden Jahren bemühen sich Mitglieder des BUND-Malente durch diverse Informationsveranstaltungen und Kunst im Kurpark („KiK“) auf der Wert der Anlage aufmerksam zu machen.

Am 7. Oktober 2003 wird der Kurpark wegen seiner besonderen geschichtlichen, städtebaulichen und kulturlandschaftlichen Bedeutung ins Denkmalbuch des Landes Schleswig-Holstein eingetragen. Das Kieler Architekturbüro Siller wird von der Gemeinde beauftragt mit der Erstellung eines „Konzeptionellen Gutachtens zur Attraktivitätssteigerung des Malenter Kurparks“.

Im September 2004 gründet sich der Verein „Freunde des Kurparks“ e. V.. Als erste größere Maßnahme wird im Spätherbst die Entkrautung und Entschlammung aller acht Teiche initiiert und begleitet
Die Sanierung
Im Oktober 2005 erhält das Landschaftsarchitekturbüro Siller aus Kiel den Auftrag für die Erstellung einer Antragsplanung zur Sanierung des oberen Kurparkteils. Ab 2006 bis 2008 werden umfangreiche landschaftsgärtnerische Sanierungsarbeiten unter der Regie des Planungsbüros Siller durchgeführt. Die Leitung der Hochbausanierung liegt in den Händen der Kieler Architekten Krug & Schwinghammer.

Am 26. April 2008 wird der Kurpark offiziell wieder eröffnet von dem Schleswig-Holsteinischen Ministerpräsidenten Peter Harry Carstensen. Eine Ausstellung der Freunde des Kurparks dokumentiert die Sanierung des Kurparks mit Vorher-Nachher-Bildern.

2014 Stegneubau
Nach jahrelangen Versuchen, die ehemalige Steganlage über die Schwentinewiese nach ihrem Verfall wieder neu zu errichten, gelang es dem Verein Freunde des Kurparks mit finanzieller Unterstützung von Sponsoren (im Besonderen Bingo-Lotto) 2014 endlich eine ökologisch vertretbare und Denkmal gerechte Lösung zu finden.

Die inzwischen bei Regen unbenutzbaren Wege der Wiese wurden mit Recyling-Balken belegt, darüber die Eichenbohlen befestigt. Beim Bau stand Mitglied Frieder Lüthge mit Rat und - oft auch mit Tat - zur Seite. Fachlich wurde die Baumaßnahme von Dipl. Ing. Ralf Schönfeld begleitet. Am 18. 7. 2014 wird die neue Steganlage eröffnet in Anwesenheit Karl Plomins Sohn Peter Plomin.