Kurparkplan
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1955

wird Malente zum Kneippheilbad ernannt und muss für die Anerkennung einen Kurpark vorweisen. Der zentral gelegene Brahmberg, der schon seit Jahrzehnten als Erholungsort beliebt war,  wird mit der angrenzenden Müllerwiese (Schwentinewiese) als idealer Standort dafür ausgewählt.

Der Gartenarchitekt Karl Plomin (bekannt durch 1. Bundesgartenschau 1951 in Hannover, Internationale Gartenschau "Planten und Blomen" in Hamburg 1953) erhält 1958 von der Gemeinde den Auftrag, den Kurparks zu planen.

1962 - 1964

Auf der Schwentinewiese werden acht kreisrunde Teiche angelegt und ein Holzsteg über die Feuchtwiese errichtet. Sumpfzypressen, Judasblattbäume und Flügelnussbäume werden als prägende Gehölze gepflanzt. An der Wiesenpromenade entstehen drei Sonnenterrassen, die von üppigen Staudenflächen umgeben sind. Hier zeigt sich Plomins Kunst, mit großer Pflanzenkenntnis standortgerechte, farbenfrohe Gehölz- und Staudenstrukturen zu schaffen.

1964-1969     

Im Anschluss an die Anlage der Kurparkwiese wird der Brahmberg gestaltet.  Zusammen mit dem bereits renommierten Architekten Peter Arp werden die  Hochbauten der Liegehalle, Musikpavillon und Haus des Kurgastes scheinbar schwebend in das hügelige Gelände integriert. Dabei werden besonders die  mehrstämmigen Buchen in das Konzept mit einbezogen. 1969 wird als letzte Baumaßnahme das Haus des Kurgastes eingeweiht.

Auf dem Brahmberggelände verwirklicht Karl Plomin seine Idealvorstellung der Pflanzenkombination (hier. "Vegetationsbild 20") unter den vorhandenen Buchen und Eichen. 2500 Rhododendren werden neben Magnolien und Blumenhartriegeln gepflanzt. Ergänzt werden die Gehölze mit Waldstauden und verwildernden Zwiebelgewächsen.

Die Herausforderung

Der 5,6 ha große Kurpark, der nach der Fertigstellung als einer der schönsten Parks Norddeutschlands gerühmt wurde, erlitt 1986 einen gravierenden Verlust: 25 der mehrstämmigen Buchengruppen im Bereich des Brahmberges und des benachbarten Steinbusches mussten wegen Verkehrsicherheit gefällt werden und wurden durch schnell wachsende Ahorne und Amerikanische Eichen ersetzt. Dadurch veränderte sich die Atmosphäre des Kurparks erheblich. Nach dem Abriss der maroden Holzstege und dem Absterben der großen Bambusbestände im Wiesenbereich und dem schleichenden Verfall der Hochbauten erreicht der Kurpark Ende des zweiten Jahrtausends seinen Tiefpunkt.

Die Sanierung

Durch die Initiative von Gartendenkmalpflegern und engagierten Malenter Bürgern wurde seit 2003 verstärkt auf den Wert des Kurparks hingewiesen.

So können ab 2006 die umfangreiche Sanierung und Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung durchgeführt werden, nachdem vom Landschaftarchitekturbüro Siller ein umfangreiches konzeptionelles Gutachten erstellt worden war. Die Kieler Architekten Krug & Schwinghammer betreuen die Sanierung der Hochbauten.

Am 26. April 2008 wird der Kurpark offiziell wiedereröffnet.

 

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